Archiv für November 2010

Kurzer Bericht vom Antifa Actionday

Heute, am 13.11.2010, fand zum zweiten Mal nach 2009 der Antifa Actionday in München statt. Den Auftakt bildete eine Demonstration durch die Innenstadt, die im weiteren Verlauf auf über 1000 Menschen anwuchs. Diese richtete sich sowohl gegen den „Heldengedenkmarsch“ von Nazis aus dem Südbayerischen Raum, als auch gegen Militarismus, Nationalismus und Kapitalismus. Diese hohe Teilnehmer_innenzahl ist ein klarer Erfolg für eine dezidiert antikapitalistische und linksradikale Mobilisierung, zumal diese eigenständig von den Aktionen zivilgesellschaftlicher und bürgerlicher Spektren (mit 2000- 3000 Teilnehmer_innen) stattfand.

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Presse

Hier nochmal eine Chronik der Münchner Presseberichterstattung zu Actionday und Naziaufmarsch:


29.10.2010
Süddeutsche: Neonazi-Demo durchs Lehel

8.11.2010
Abendzeitung: Dieses Demo-Wochenende wird heiß
Hagalil: München ist bunt

9.11.2010
Münchner Wochenanzeiger: Würdig Erinnern

10.11.2010
TZ: Nazi-Aufmarsch nervt München
Abendzeitung: Die Puffer-Polizisten
Abendzeitung: Mehrere Anti-Nazis-Demos geplant
Münchner Merkur: Haftstrafe für Neonazi Hasselbach
Augsburger Allgemeine: Neonazi-Demo droht Innenstadt lahmzulegen

11.11.2010
Süddeutsche: Protest gegen Neonazi-Aufmarsch
Münchner Merkur: Tausende Gegendemonstranten erwartet
Abendzeitung: Der Widerstand wächst

12.11.2010
Süddeutsche: Bei Zusammentreffen Gewalt nicht ausgeschlossen
Süddeutsche: Feiern am Feiertag ist kein Widerspruch
Abendzeitung: Knobloch ruft zu Teilnahme auf
BR online: Neonazi-Aufmarsch in der Innenstadt
T-Online: Wehrhafte Demokratie
Radio Charivari online: Wehrhafte Demokratie

Fernsehbeitrag:
TV München: Krawalle befürchtet

Demo 1×1

no camera no problem
Linke Strukturen schützen
Viele von Euch besitzen ein Handy, eine Digitalkamera oder sogar eine Videokamera. Viele nehmen zumindest ihr Handy mit auf Demonstrationen; dies ist sicherlich sinnvoll, wenn es um spontane organisatorische Dinge oder einen Anruf beim EA geht.
Auf der anderen Seite wird das Handy von vielen auch genutzt, um Aufnahmen oder Fotos von der Demonstration oder eventuellen direkten Aktionen zu machen. Dass diese Aufnahmen im Nachhinein großen Ärger machen können, wissen viele nicht oder sehen einfach darüber hinweg.
Eine weitere Gefahr ist das Einstellen von privaten Bildern auf öffentlich zugänglichen Internet-Seiten. Oftmals werden gerade diese Fotos von Nazis genutzt, um ihre politischen Gegner_innen zu „outen“. Aber auch hier können die Behörden zuschlagen und sich die gemachten Aufnahmen zum eigenen Nutzen herunterladen, um sie dann gegen Euch, Eure Freund_innen oder andere Genoss_innen zu verwenden.
Wie auf allen Demonstrationen haben auch wir unsere Leute, die für gute Aufnahmen sorgen, welche anschließend bearbeitet werden und keine Gesichter zeigen. Diese werden später auch ins Internet gestellt und können genutzt werden, ohne dabei Gefahr zu laufen, Nazis oder den Behörden in die Hände zu spielen.
Aus diesen guten Gründen bitten wir euch: Lasst eure Handys und Kameras in den Taschen, fangt keine unnötigen Diskussionen mit dem Orga-Team an, wenn Euch diese das Fotografieren untersagen, dies hat seine Gründe! Sprecht Menschen, die ohne Pressebinde Fotos machen, an, und weist sie darauf hin dies zu unterlassen!

Was tun wenn’s brennt (Text)
Das Demo 1×1 der Roten Hilfe.
„Klar, es gibt riesige Unterschiede zwischen einer Demo und einer Demo. Oft sagen wir uns, dass bei der Demo sowieso nix passiert und haben auch oft recht damit. Dennoch sollten einige Grundregeln auch auf einer “Spaziergangs-”Demo beherzigt werden, weil auch solche schon Objekt polizeilicher Aktionen geworden sind. „


Bitte sagen sie jetzt nichts!
(PDF)
Reader der Roten Hilfe zu Aussageverweigerung und Verhörmethoden.
„Die Erkenntnis, dass jede fortschrittliche politische Bewegung, die gegen die herrschenden Zustände kämpft, über kurz oder lang mit den Repressionsorganen des Staates konfrontiert wird, ist so alt wie die Geschichte dieser Bewegungen selbst…“

Zusammen mehr erreichen (PDF)
Broschüre zu „Bezugsgruppen“
„Wir haben in der letzten Zeit immer wieder das Gefühl gehabt, dass bei Demos und Aktionen immer mehr Menschen alleine unterwegs sind. Sie scheinen so wenig informiert zu sein, dass sie z.B. nicht wissen was der EA ist oder ziellos durch die Gegend laufen und häufig schnell panisch wegrennen…“

Zugtreffpunkte

Hier einige Zugtreffpunkte zur gemeinsamen Anreise:
Nürnberg: 7:00 Osthalle
Passau: 8:00 vor dem Hbf
Weilheim: 9:40 Bahnhofshalle
Rosenheim: 9:15 vor dem Bahnhof

Infostruktur

Infofon
Es wird am 13. November ein Infotelefon geben. Hier könnt ihr anrufen um euch stets aktuell über Nazis und Gegenaktionen zu informieren. Das Infofon wird ab 9:00 Uhr unter 0151 21 39 70 22 erreichbar sein.

Ermittlungsausschuss
Den EA erreicht ihr am 13.11. unter 089 448 96 38. Hier könnt ihr Festnahmen melden.

Ticker
Zusätzlich wird es einen Online-Ticker auf indymedia linksunten geben. Der Ticker wird ebenfalls ab 9:30 laufend mit Inhalten versehen. Den Ticker erreicht ihr unter:
linksunten.indymedia.org/de/ticker/m10
Ihr könnt den Ticker auch per Handy lesen. Wenn euer Telefon RSS-Feeds versteht dann nehmt:
linksunten.indymedia.org/de/ticker/m10/feed
Ansonsten geht auf:
linksunten.indymedia.org/m

Twitter
Als eine weitere Informationsquelle wird am Antifa Actionday auch getwittert:
http://twitter.com/Nazisstoppen

Convergence Center, Pennplätze und Konzerte

Freitag, den 12.11.
Ab 20:00 Uhr am Freitag, dem 12. November, wird es in Münchens Autonomem Zentrum Kafe Marat noch ein mal bei gemütlichem Kafebetrieb letzte Infos geben. Wenn ihr Schlafplätze benötigt, dann meldet euch am Tresen. Das Marat befindet sich in der Thalkirchnerstr. 102 (Achtung, die Hausnummern in der Straße wurden vor Kurzem geändert!) und ist entweder vom U-Bahnhof Goetheplatz in 5-10 Gehminuten oder mit der Buslinie 58, die bspw. am Hauptbahnhof abfährt, zu erreichen.

Samstag, den 13.11.
Ab 17:00 Uhr ist das Marat offen. Dort könnt ihr was Warmes essen und Trinken, oder euch einfach nur ausruhen und aufwärmen. Die Pennplatzbörse befindet sich ebenfalls wieder hier. Ab 21:00 findet im großen Raum ein Antira Solikonzert für die Karawane (carava.net) mit anschließender Party statt. Es spielen „The Vibro Tones“ und „Jane Wayne and the pink popes“.

Mobivideo goes Youtube

Naziroute 2.0

Voraussichtliche Route der Neonazis (Stand: 9.11.)


Größere Kartenansicht

A = Auftaktkundgebung der Nazis am Isartor
B = Zwischenkundgebung der Nazis am Friedensengel
C = Abschlusskundgebung der Nazis vor der Bayerischen Staatskanzlei

Interview zum Antifa Actionday

gefunden auf linksunten.indymedia.org:

Am nächsten Samstag, den 13.11.2010 findet in München der „Antifa Actionday“ statt. Dabei geht es gegen einen am selben Tag stattfindenden Naziaufmarsch zum „Heldengedenktag“, den militaristischen „Volkstrauertag“ und den kapitalistischen Normalbetrieb. Darüber haben wir mit Sonja Erikson, Pressesprecherin der antifa nt und aktiv im Vorbereitungskreis zum „Antifa Actionday“, gesprochen.

[weiterlesen auf linksunten.indymedia.org]

Mobivideo zum Antifa Actionday

Antifa Actionday 2010 from Antifa Actionday on Vimeo.